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6. Kirschen-, Reister- und Fichtenberg
 
Sie sind die Fortsetzung des von Dietkirchen herkommenden Höhenrückens. Nach der Topographie eines alten Limburger Geschichtsschreibers zog sich vom "Herrenberg" in Dietkirchen aus einst ein Wald in nordöstliche Richtung nach der Burg Dehrn hin. Auf dem Gelände von Dietkirchen bis nach Dehrn ist heute außer dem "Hain" nichts mehr von einem Wald zu finden.
 
Nach dem römischen Geschichtsschreiber Plinius genossen Eichen in den "geheiligten haynen" einen besonderen Schutz. Vielleicht ist dieser auch jener Eiche zuteil geworden, die heute gleich einem unbezwingbaren Wächter an einem der Eingänge zum Hain nördlich des Schlosses steht. Manche Bestände um die alte Burg herum wurden durch Neupflanzungen ergänzt, eine Stelle aber, die dem Weinbau diente, wurde davon ausgenommen. Es ist der heutige "Kirschenberg".
 
Nachdem der Weinbau an dieser Stelle aber aufgegeben worden war, wurde der Distrikt mit Kirschenbäumen bepflanzt. Auch diese Anlage scheint sich nicht bewährt zu haben. Nur der Name hat sich erhalten.
 
Auch der Nachbar des "Kirschenbergs", der "Reisterberg" hat sein Bild verändert. Von einigen mehr heckenartigen Bewachsungen abgesehen ist hier von einem Wald nichts mehr zu sehen. Er dürfte früher auch weniger Bedeutung gehabt haben, wenn man versucht, seinen Namen von "Reiser", also niedrigem Holz abzuleiten.
 
Der dritte, der "Fichtenberg", ist heute ohne Baum oder Strauchbestand, er dient vielmehr ausschließlich der Landwirtschaft. Im 13. Jahrhundert wird diese mit Fichten bestandene Bergkuppe als Dehrner Wald bezeichnet.